Schamanische Ritualarbeit

Rituale sind uralt, seit Jahrtausenden bewährt und finden auf der ganzen Welt Anwendung. Rituale müssen nicht unbedingt schwierig sein. So ist z.B. das Händeschütteln eine Form von Ritual oder das Tragen schwarzer Kleidung zum Zeichen der Trauer bei Beerdigungen oder das Reiswerfen bei Hochzeiten zum Zeichen der Fruchtbarkeit. Diese Arten von gesellschaftlichen Ritualen bilden das eine Extrem des Ritualspektrums, das andere bilden die spirituellen und magischen Rituale, die im allgemeinen von Personen mit einer umfassenden Ausbildung vollzogen werden, die in der Lage sind messerscharfe Konzentrationen aufzubauen, um ganz bestimmte Ergebnisse zu erzielen. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es ein großes Spektrum von Möglichkeiten aller Arten von Ritualen, einfache, komplexe, öffentliche und geheime.

Die Essenz eines Rituals liegt im Erleben des Rituals an sich. Ein Ritual ist ein Punkt, an dem die Zeit still steht, an dem man seine Konzentration darauf verwendet, etwas zu verwirklichen oder es intensiv zu erleben. Es versetzt uns vorübergehend aus dem irdischen Dasein in einen „heiligen“ Raum. Gleichzeitig gewinnt man durch ein Ritual einen besseren Überblick über die Situation, in der man sich gerade befindet. Doch Rituale können noch weitaus mehr, als nur intensive Erfahrungen vermitteln: sie können dazu genutzt werden, Projekte und Prozesse einzuleiten oder zu einem Abschluss zu bringen, fortzuführen oder aufzulösen, um auf eine andere Art neu damit beginnen zu können.

Der Zweck des Rituals ist eine Verbesserung der Lebensqualität, sei es nun durch ein Winken zum Abschied, das Feiern des Weihnachtsfests oder das Heilen einer Person mit magischen Mitteln.

Das Ziel des Rituals ist Heilung. Was genau versteht man darunter? Die erste Assoziation, die die meisten Menschen dazu haben, ist: Heilung einer Krankheit. Das stimmt zwar auch, aber Heilung ist noch weitaus mehr. Heilung bedeutet: Ganz machen. Ein „Heiler“ ist jemand, der nicht nur ganz macht, was kaputt ist, sondern jemand, der sich auf das Ganze konzentriert anstatt auf die einzelnen Teile. Er sorgt dafür, dass das Ganze harmonisch funktioniert. Deshalb bedeutet Heilung nicht nur Behandlung einer Krankheit oder Beseitigung von Symptomen, es bedeutet auch, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und dafür zu sorgen, dass nicht nur der Körper, sondern auch der Geist gesund bleibt. Viele traditionelle Heilmethoden befassen sich zuerst damit, einen Zustand der „Ganzheit“ zu erzielen. Ist diese Harmonie wiederhergestellt, verschwinden die meisten Krankheiten von selbst.

In den traditionellen Kulturen gibt es zwei Arten von Heilungsritualen. Die erste befasst sich mit dem, was wir Menschen in der westlichen Welt unter Heilung verstehen, nämlich die Lösung eines Problems, wie z. B. das Heilen einer Krankheit oder eines Familienstreits. Die zweite Art von Heilungsritual stellt hingegen keine Reaktion auf eine akute Situation dar. Diese Rituale werden routinemäßig abgehalten, um die Harmonie, bzw. das Gleichgewicht zu stärken und zu erhalten, sozusagen als vorbeugende Maßnahme. So wie man seinen Körper z. B. durch gute Ernährung vor Krankheiten schützen sollte, sollte man auch die geistigen und sozialen Bereiche pflegen, damit Probleme erst gar nicht entstehen können.

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Praxis „Wie Leben gelingt“
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